Parnaiba (Part 2)

Seit 8 Tagen liegen wir vor dem Fischerdorf “Luis Correia” und basteln täglich von Morgens bis Abends an der Sunjet rum, jetzt gönnen wir uns den ersten Landgang !

Zuerst besuchten wir Marie-Ange & Raoul von der französischen Yacht “Athos”. Danach zur Banco do Brasil um ein paar Reais aus dem Automaten zu ziehen und auf zum Metzger – heute kommen fette Steaks auf den Teller miam miam :-)

Kaum wieder an Bord kommen Rufe vom Land …”Vooolker !” Okies, wieder in’s Dinghi … steht dort ein Biker an der Pier und fragt als erstes ”kommst Du aus Bayern ?”

“Bayern, kann nicht groß sein, wo liegt das denn ? Schmunzelnd suchen wir die erste Bar auf. Orlando, ein waschechter Münchner, vor einem Jahr als Crewmitglied auf einer Segelyacht hier in Luis Correia ausgestiegen. Nun versucht er eine Buggy-Vermietung aufzubauen. Das Problem, sein ganzer Stolz (Baujahr ‘68) steht  seit Tagen in der Werkstatt, die Bremsbeläge müssen erneuert werden. Gemeinsam bei mehreren Flaschen Bier schmieden wir bis spät in den Abend einen Plan, wie wir die Sunjet und seinen Buggy wieder fit bekommen.

Montag morgen – 08 Uhr 00, zuerst klappern wir Werkstätten in Luis Correia ab, schnell wird uns klar – wir müssen in die City von Parnaiba. Zuerst mit dem Bus, anschließend auf 2 Motorrädern (Moto-Taxi),  gar nicht so einfach denn jeder von uns hat einen 25 Meter langen aufgewickelten Hydraulikschlauch am Hals ! Die Burschen hatten natürlich ihre wahre Freude und gaben richtig Gas. Nach einer Stunde wurden wir bei Mercedes-Benz, Abteilung LKW fündig. Bestens sortiert presste man sofort neue Anschlüsse auf die Schläuche und in nur 20 Minuten waren wir schon wieder auf dem Rückweg. Bei Volkswagen holten wir noch 2 Bremsbeläge ab – first Mission accomplished – cool !

Kurz vor Sonnenuntergang rasselte unsere Ankerkette wieder per Knopfdruck – das Leben kann so schön sein :-)

Dienstag wiederholten wir das Spiel, diesmal mit den Schläuchen von der Simrad Pumpe, zwar hatte man nicht exakt die gleichen Kohlestifte aber eine Nummer größer kann man ja leicht mit einer Feile passend machen. Diesmal pushten wir die Moto-Taxi’s … “gib mal Gas!” da alle Ersatzteile locker in den Rucksack passten.

Am Abend meldet der Autopilot “alles roger” … wir schweben auf einer Wolke :-)

Zur Krönung erschien Orlando knatternd mit seinem Buggy an der Pier, morgen machen wir den Strand unsicher – alles klar Alter !

Mittwoch 10 Uhr 00, wir heizen mit 80 Klamotten über den riesigen weißen Strand östlich von Luis Correia, irre- nicht ein Mensch zu sehen. In Mallorca haben vor ein paar Stunden die Urlauber ihr 4 qm2 Revier mit einem Handtuch reserviert und wir haben kilometerweit freie Fahrt. Kurz mal einen Pit-stop und ‘ne Kokosnuss gepflückt, Machete aus dem Kofferraum und voila, schon erfrischen wir uns mit Kokosnussmilch. Gegen Mittag dann unser erstes Frühschoppen an einer Beachbar.

buggy_tour .*Buggy on da beach…

 

beach4

 

weißer Strand & Kokosnüsse 4 free …

 

beach1 *Frühschoppen in einer Beachbar …

 

beach3*in einem kleinem Dorf an der Playa …

 

Nachmittags besuchten wir noch Orlandos Freundin “Claudia”, eine Zahnarztassistentin.

Schon lagen wir beim Doc auf’m Stuhl, Termin für morgen 09 Uhr 00 *seufz !

 

Am Donnerstag dann 4 Stunden am Marterpfahl, Bohren, Füllen, Schleifen & Polieren. Wir verlassen die Praxis mit einem Rex Gildo Grinsen und beantworten alles nur noch mit “cheese” ;-) Kosten der Behandlung: mein Ipod, der Doc ist ein totaler Electronic-Freak :-)

 

Freitag vormittags ist Shopping angesagt, langsam müssen wir mal wieder in die Puschen kommen. Dank Orlandos Hilfe mit dem Buggy keine Schlepperei. Am Nachmittag ab in’s Stadion brasilianischen Fußball anschauen. Team BLAU gegen Team GELB, Nach dem Spiel welches Team BLAU mit 2:1 gewann feierten wir gemeinsam mit beiden Mannschaften in der Sportlerbar “AMARAL”, ein super Abend !

Dreamteam* Bombenstimmung im Amaral am Freitag Abend …

 

schmidt_koLinks-außen Verteidiger Schmidt  K.O. in der 3. Partystunde :-)

 

 

Samstag morgen stand noch eine Dinghy-Tour zu den Dünen auf der Westseite an …

dunes

dunes2

 

*interessanter Kontrast: Dünen die am Regenwald grenzen …

 

Am Nachmittag düsen wir mit dem Buggy nochmals durch’s Dorf – es ist höchste Eisenbahn Abschied zu nehmen denn Land & Leute wachsen uns zu sehr ans Herz. Am traurigsten war es bei Marujo (Marutscho ausgesprochen), hier haben wir fast täglich zu Mittag gegessen und fühlten uns wie Zuhause.

Super_Mario Marujo hat eine bestechende Ähnlichkeit mit Nintendo’s “Super Mario” ! Danke für den Daumen Orlando ;-)

 

Sonntag morgen, Anker auf ! Kurs Fortaleza, mal schaun was uns dort so erwartet …

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