Last Night @ Sea
je näher man der Zivilisation kommt, um so hektischer verläuft der Tag !
Fast hätten wir die Seelotsen Session verpasst, Don Cristobal startet immer früher und funkt jetzt schon bei Sonnenaufgang – muß da mal Protest einlegen !
Genau mitten in der Session (schlürfte gerade meinen ersten Kaffee), biß auch noch ein Thuna an, 5 Kilo – bin wie gesagt kein großer Thunfischfan aber dieser war doch herzlich willkommen denn die Konserven hängen einem mittlerweile zum Hals heraus.
Schön filetiert mit Zwiebeln, reichlich Knofi, Olivenöl und Pfeffer in Alufolie eingewickelt und ab in die Pfanne – yep, war lecker
Der GPS mahnt, noch 40 Seemeilen bis zum Land – das heisst Maschinen überprüfen, Tanks auffüllen und vor allem duschen. Eine schmerzhafte Zeremonie war das kämmen, hatte doch glatt vergessen in den letzten 14 Tagen mal die Haarbürste zu benutzen.
Beim überqueren des Kontinentalsockels (Schelf) wechselt der Atlantik seine Farbe von dunkelblau auf grün und der Wind schläft immer mehr ein je näher wir der Küste kommen. Beeindruckend ist die Strömung, ca. 2 Knoten gen Nord-West, bei nur 12 Knoten Wind laufen wir unter 2x gerefften Groß (woll’n ja bummeln) ca. 8,5 Knoten über Grund.
Drei Anlaufziele stehen zur Auswahl: Cayenne, Isle Royale und Kourou.
Cayenne ist extrem flach, bei Niedrigwasser stellenweise nur 1,20 Meter – wir müssten bis morgen mittag auf Hochwasser warten.
Isle Royale hat eine herrliche Ankerbucht (genannt der Garten Eden) aber keinen Supermarkt.
Kourou hat genug Wasser, ist bestens betonnt und hat mehrere Supermärkte mit frischen Steaks, reichlich kühles Bier und leckeren französischen Rotwein.
Choice is made, wir laufen heute Nacht in Kourou ein – let’s go
