Vive la Martinique …
“Au revoir” Fort de France mit Kurs auf Saint Anne im Süden von Martinique, dort wollen wir uns mit Oliver von der “TAO” treffen.
Irgend etwas stimmt aber nicht, parallel an Backbord segelt ein alter Proud Catamaran und hält fast unsere Geschwindigkeit, trotz unserer Mini-Fock hätten wir ihn schon lange unser Heck zeigen müssen – Blick auf Log zeigt 5 1/2 Knoten, so stark kann die Strömung doch gar nicht sein …
Am Cap Salomon ist es vorbei mit segeln denn wir bekommen den Wind genau auf die Nase, also beide Stinker starten und gegen an stampfen – normalerweise sollten wir jetzt um die 6 1/2 bis 7 Knoten machen, nope – mehr als 5 ist nicht …
Trotzdem wird es eine schöne Fahrt, gehen zwischen Insel und Roché du Diamant durch und erreichen unser Ziel am frühen Nachmittag.
Ein herrlicher Fleck, weißer Strand mit Palmen, schillernd blaues Wasser und im Hintergrund das Örtchen Saint Anne. Erst mal den großen Zeh ins Wasser halten, okies – wärmer kann das Wasser wirklich nicht werden, geschätzte 27 Grad und rein in den Bach …
Uuuii, das sieht ja grausam aus, das komplette Unterwasserschiff bis runter zur Kielsohle ist belegt mit Millionen von Seepocken ! Kein bisschen blau vom 4 Monate alten Antifouling schimmert mehr durch – alles nur noch grau(sam). Noch lassen sich die Biester gut abschrubben, also keine Zeit verlieren und an die Arbeit …verdammter Kourou-Fluss, kann mich noch genau an die Szene beim Anker-auf Manöver erinnern, die ganze Kette war voll von Seepocken. 25 Tauchstunden verteilt auf eine Woche, 3 paar Lederhandschuhe, sowie reichlich Stahlwolle waren nötig um uns von der Pest zu befreien.
Zwischenzeitlich feierten wir gebührend Olivers Atlantik-Überquerung, auf dem Menü standen 2 leckeren Magret de Canard und reichlich “Rouge de Bordeaux”. Am folgenden morgen verholten wir mit leichtem Kater in die 3 Meilen entfernte Bucht von Le Marin.
Le Marin ist voll auf Segler eingestellt, Supermärkte mit Dinghy-Anleger – alle schweren Kartons relax mit dem Einkaufswagen bis zum Schlauchboot rollen … da macht Shopping wieder spaß ! Die Anzahl der gebunkerten Bierpaletten sollten locker bis zur Rückfahrt nach Europa reichen
Klasse sind auch die Schiffsausrüster, vernünftige Preise und alles auf Stock was das Seglerherz begehrt.
Somit werden wir hier noch ein paar Tage chillen und an den Schiffen basteln um danach bestens (aus)gerüstet die Grenadiens zu besuchen. Vor allem freuen wir uns auf die Tobago Kays, mit Wasserschildkröten schwimmen – das hört sich doch gut an