Tobago Keys

Flashback April 2007 Passathafen Travemünde …

Seit nun 2 Wochen wird kräftig an der "Sunshine" (24 Fuss Jakon Kruiser) geschliffen und gepinselt, nächsten Monat ist zu Wasser lassen angesagt und es gibt noch einiges zu tun. Das Handy klingelt, Frank und Pooh melden sich zu Besuch an. Eine halbe Stunde später sitzen wir gemütlich in der Kajüte und Franky blättert durch die neue Yacht … "man Dicker, guck Dir das mal an – wie das schon klingt … TOBAGO KEYS!" und hält mir den Artikel unter meine große Nase … uuuiiii, die Bilder erinnern an Bora Bora oder anderen Südseeinseln, schillerndes blaues Wasser mit weißen Stränden und Palmen. Spät Abends im dicken Schlafsack eingepackt in der Hundekoje liegend lese ich den Artikel noch mehrere male, "yep Alten, das klingt echt verdammt gut – Tobago Keys". Licht aus, Heizung kleiner stellen und träum was schönes ….

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Donnerstag, 25.März 2010
Auf den Katamaranen "TAO" und "SUNJET" werden die Maschinen gestartet und Anker gelichtet, 6 schöne Tage verbrachten wir in der Saline Bay auf der Insel Mayreau aber jetzt wollen wir endlich rein in die Keys. Wir entscheiden uns schnell für die Nordpassage da die Navigation zwischen den Riffen in dieser doch wesentlich einfacher ist als der südliche Eingang. Auf unnötiges Risiko verzichten wir als Ortsunkundige sehr gerne denn in solchen Gebieten kann die Reise schnell zu Ende sein.

Die Tobago Keys sind 4 unbewohnte Inseln (Petit Bateau, Petit Rameau, Jamesby und Baradal) die durch ein 4 Kilometer langes hufeisenförmiges Riff geschützt werden. 500 Meter vor dem Horseshoe Reef liegt die Insel Petit Tabac, weitere 2 Kilometer gen Ost ist Ende der Welt aka World’s End Reef.

Tobago Keys 096

Eine halbe Stunde benötigen wir für die 3 1/2 Seemeilen und fahren zwischen den Inseln Petit Bateau und Petit Rameau hindurch, anschliessend südlich an Baradal vorbei, zwischen den Monos durch und bis auf 1,2 Meter Wassertiefe an das Innenriff vom Horseshoe ran. Der Bügelanker mit 10 Meter Kette packt sofort, jetzt aber schnell die Maschinen aus denn die neue Umgebung ist atemberaubend schön und muß schnellstens in vollen Zügen genossen bzw. mit einem guten Rouge begossen werden.
Solch ein hellblaues glasklares Wasser haben wir noch nicht gesehen, einfach irre – dazu die weißen Strände und die Palmen von der Insel Petit Tabac, was für ein geiler Anblick. Der Mondschein läßt auch Nachts das Wasser leuchten und wir sitzen noch stundenlang im Cockpit und staunen über Mutter Natur.

Sunjet @ Tobago Keys 011

Freitag, 26.März 2010
Eine Email von Michael (Linocat) trudelt per Kurzwelle ein: "DU MUSST unbedingt vor dem Außenriff schnorcheln", ++ roger ++ roger ++ wird gemacht. Die Seelotsen Funkrunde mit Christoph in Kiel klappt mal wieder ausgezeichnet, klaro – nur mit dem Riff vor dem Bug haben wir keine Abdeckung, somit Conditions wie auf hoher See. Nach dem Frühstück die erste Schnorcheltour, erstmal das Sunjet Unterwasserschiff inspizieren – alles okay, auch der Bügelanker hat sich bestens eingegraben. Mit dem Dinghy umrunden wir die Baradal Insel, hier landen die Wasserschildkröten mit denen wir später noch gemeinsam schwimmen wollen. Die Sonne erreicht ihren heutigen Zenit und die Keys strahlen wieder in diesem fantastischen hellblau, dieses scheint sich auch auf die Gemüter der Seglergemeinde abzufärben – alle sind super gut drauf, man grüßt und schnattert als ob man sich schon jahrelang kennen würde. Selbst die Möwen dürfen auf dem Bug der Sunjet landen und rasten – total peace :-)

willkommene Gaeste

Mit aufgefüllten Tank tuckern wir wieder per Dinghy zum Außenriff, dort haben die Park Rangers extra Moorings für Schlauchboote verlegt damit wir mit unseren Ankern das Riff nicht beschädigen, super! Durch die 20 Knoten Ostwind steht eine recht kabbelige Welle, egal – rein in den Bach …

Scotty, beam us over – und yep, schlagartig befinden wir uns in einem Film a la Jacques Cousteau, aber "live & real" ! Mehrere Fischschwärme durchkämmen das Riff, ein Kamarad bunter als der Andere, erkenne einen "Trunk Fish", da vor 3 Tagen erst einen verspeist *grins … Michael erzählte beim letzten Meeting in Mayreau von Sandhaien, sollen harmlos sein und sich hier am Außenriff befinden – wolln wa mal hoffen das die auch heute gut drauf sind. Mal kurz einen Positionscheck und oups, die Strömung hat es in sich – muß mit den Flossen ganz schön Schaum schlagen um wieder an’s Dinghy ran zukommen. Auf zur nächsten Runde … die Natur ist der wahre Herrscher dieser Welt, kein Künstler hätte je die Phantasie solch eine Variation und Kombination von Formen und Farben zu erstellen wie diese Korallen hier vorzeigen, und das beste – die Materie lebt und verändert sich …hm, bin wohl auch jetzt vom Tauchvirus befallen – aber  gerne doch :-) habe keine Power mehr, die Strömung ist echt heftig und die Beine werden schwerer somit Rückzug, vielleicht klappt es ja morgen mit dem Shark-Meeting. Auf der Rückfahrt treffe ich noch eine Gruppe Engländer und erzähle ihnen von den Beobachtungen – große Begeisterung bei allen. Wieder einmal bedaure ich keine wasserdichte Kamera aus Europa mitgebracht zu haben denn es wären echt coole Aufnahmen geworden, anderseits kann ein Bildschirm die Realität sowieso nicht wiedergeben – bref, what a day in the Tobago Keys !!! :-)

Petit Tabac 044

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Einen herzlichen Glückwunsch an Wolfgang für sein neues Rufzeichen "Delta-Milena-2-Wolfgang-Moritz" :-) !!
Großen Applaus für Rudi "DH3PP", toll das die Nieje Leev wieder mit stehenden u. laufenden Gut ausgerüstet ist.
Sowie beste Grüße an Kurt u. Karin von der S.Y. Aleppo, schön Euch endlich in St. Anne kennen gelernt zu haben, Kurt – Dein Rumpunsch ist ein Gedicht ;-) Yooohoooo !

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Grenada (Karibik)
7. September 2010, 04:18
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Aktueller Luftdruck: 1012 mb
Luftfeuchtigkeit: 88%
Wind: -1 bft CLM
Böen: -1 bft
Sonnenaufgang: 5:57
Sonnenuntergang: 18:13
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