7. Tag-slow motion
Fleissig waren wir heute yep, nur hat es uns nicht viel weiter gebracht …
Um 08:00 klar zum Blister setzen, auf halber Strecke klemmt das neue Dyneema Fall. Super, es hat sich zwischen Umlenkrolle und Mast verklemmt, bergen ist auch nicht mehr möglich also rauf auf den Mast. Schöne Aussicht hier oben aber doch sehr anstrengend bei der Dünung. Der Blister ist wieder geborgen, eine Muck Coffee und nochmal rauf ein neues Fall einscheren … werde doch langsam zu alt für so’n Blödsinn schnauf!
Finally, der Ballon steht aber bei dem mageren Wind von 7 Knoten ist auch unser Speed von 3 Knoten nicht berauschend. Kurze Zeit später dicke Regenwolken am Horizont und der Wind steigt auf 20 Knoten, Blister wieder runter und Genua raus.
Die Front zieht durch und na was haben wir jetzt ? Bingo – Flaute !
Nun gut, wir haben ja keine Termine und irgendwann kommt der Passat schon wieder. Ganz leckere Spaghettis gabs heute, so richtig mit angebratenen Zwiebeln und Speck miam miam jedoch immer noch kein Biss an der Schleppangel. Auch am Großsegel war Bastelstunde angesagt und haben die verbliebenen 6 Schlitten (Mastrutscher) vom Kopfbeschlag bis zum 3. Reff gleichmässig neu verschraubt. Somit können wir das Groß wieder setzten aber halt nur im 3.Reff – besser als nix
Und die Sensation des Tages, ein Gastanker Namens “Madrid Spirit” kreuzte unseren Kurs, wollte ihn eigentlich fragen ob er nicht mal ‘ne Dose Bier auf den frisch gewonnenen WM-Titel ausgeben möchte, aber der Bruder verschwand mit seinen 20 Knoten zu schnell wieder am Horizont, der hat was geahnt ! Kapitäne von Handelsschiffen geraten regelrecht in Panik wenn sie Yachten mit deutscher Flagge auf hoher See sichten, z. B. Helmut und Ritschie von der BlueShip drohten dem indischen Kapitän von der PRADUI DAYA mit einer Anzeige auf unterlassene Hilfestellung, dieser drehte sofort um und übergab den Jungs eine ganze Palette des geforderten Gerstensafts. Wolfgang von der Galeb hatte kein Bock mehr auf Segel setzten, kappte kurzerhand den Mast und staubte von der griechischen “ALPHA ERA” eine halbe Tonne Diesel ab, tja irgendwas machen wir falsch hier auf der Sunjet.
Okay, wir probieren es gleich mal mit Korruption, Neptun bekommt ein halbes Glas Rum (der auch langsam knapp wird!) – a little breeze please …
