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Welcome in the caribbean :-)
Samstag morgens 04:00 local:
Gemäß der Sunjet-Tradition lief der Approach auf unseren ersten Karibik-Hafen Namens St. Pierre natürlich wieder im dunkeln ab. Klaro, in Schleichfahrt ran an die Beach und im Slalom zwischen den vielen Yachten in seichtere Wasser – schön das unser Schiffchen ein Katamaran ist, selbst in diesen Gewimmel finden wir ein schönes Plätzchen direkt neben dem Dinghianleger auf 1,40 Wassertiefe.
Trotz der frühen Stunde tummeln sich schon viele Leute an der Beach, ein Blick durchs Fernglas klärt die Lage … heute ist Markttag, coolio – das passt doch prima denn nach 6 Tagen auf See sind Obst & Gemüse an Bord mal wieder Mangelware.
Einklarieren macht auf den französischen Karibikinseln sogar spaß, in St. Pierre besucht man das Café La Escapade und tippt die Daten selber in den Clearance Computer, anschließend klick auf “print” und die freundliche Dame am Tresen ´drückt den Stempel drauf – fertig, dauert keine 5 Minuten. Das dieses System bestens funktioniert bekommen wir am nächsten Tag zu spüren …
Sonntag Mittag:
Noch ganz im Morgenblues den 2.Kaffee am schlürfen geht bei uns ein großes Schlauchboot längsseits. “Bonjour – französischer Zoll, zuerst nur 3 Beamte, dann wurden es sogar 6 und ein Labrador. Zu ungewöhnlich war unsere Tour in den letzten 4 Wochen, erst Gambia – franz. Guyana, nach nur einer Woche direkt nach Martinique und dann auch noch in einem kleinen Örtchen wie St.Pierre landen, da muss was faul sein. Über 4 Stunden dauerte der Check-up, aber immer in einem respektvollen und freundlichen Ton, zum Schluss befreite ein Taucher sogar die Backbord Schraube der Sunjet von dem alten Spinnakertuch, welches wir uns auf der Überfahrt reingezogen haben. Alles roger aber unser Ruf hat natürlich in diesem Örtchen einen Knacks bekommen, das war Hafen-TV live für die anderen Yachten vor Anker, “welcome home Cpt. Jack” !
Montag, 10:00 local
In St. Pierre gibt es leider keinen Yachtausrüster – Kurs auf die Hauptstadt von Martinique “Fort de France”. Nach 3 Stunden Fahrt fiel der Anker direkt vor der City auf 3 Meter Wassertiefe, das Beste – endlich wieder Wlan nach 2 1/2 Monaten Internet-Abstinenz … Sahne ! Es kommt noch besser, die Firma “Solar & Energietechnik Knipping” aus Hamburg sponsert der Sunjet zwei solide “Rule” Bilgepumpen, die Biester drücken bis zu 9000 Liter Wasser pro Stunde aus dem Schiff – der Hammer ! Ein großes “Danke schön” an die Waterkant !!!
Am Freitag brach auf Montserrat mal wieder der Vulkan aus, da die Insel nur 200 Kilometer entfernt ist bekamen auch wir hier in Martinique etwas von dem Ascheregen ab und Deckwaschen war angesagt. Schlimmer traf es aber die Insel Guadeloupe, dort wurde für mehrere Tage sogar der komplette Flugverkehr eingestellt.
Soderle, und zum Schluss noch ein paar Bilder vom Karneval, 4 Tage und Nächte war hier die Hölle los und wir sind heilfroh das nun wieder etwas Ruhe einkehrt, na schaun wa mal für wie lange
Good bye Hippoland
schnief … heute zeigt der Bordkalender schon den 26.Dezember und wir befinden uns auf der Rückfahrt vom Upper River nach Banjul. Bis nach Basse sind wir hinauf gefahren und überall wurden wir von den Einheimischen freundlich empfangen, woher diese Menschen ihre Lebensfreude schöpfen werden wir Europäer wohl nie verstehen aber so ist es nun einmal in The Gambia.
Navigatorisch war der Upper River dank Steve Jones "West Africa Pilot" überhaupt kein Problem, alle River Rock Passagen sind bestens in diesem Guide beschrieben und wir hatten Null Schwierigkeiten diese zu lokalisieren und zu umfahren (war aber um ehrlich zu sein jedesmal heilfroh wenn so’n Ding achteraus lag !).
Große Freude herrschte beim Eintreffen von Oliver mit seinem Katamaran "Tao", als Überraschung brachte er einen 2 Kg schweren Welz mit – Wiedersehen in Gambias Nationalpark bei 38 Grad im Schatten, dazu einen frischen Fisch im Backofen … dieser Heiligabend ist schwer zu toppen !!!
Coolio, eben beim passieren der Elephant Island konnte ich noch ein Krokodil filmen *freu freu
Jetzt heisst es kurz einen Stop in Banjul einlegen um mein Visa zu verlängern, danach zurück zu Käpt’n Peter in die Lamin Lodge. Dort wird nochmals das komplette Rigg der Sunjet gecheckt denn unser nächster Törn steht schon bevor: "über den schönen blauen Teich in die Karibik" – Yoohooo
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At 26.12.2009 12:56 (utc) S.Y. Sunjet position was 13°29.00′N 015°39.07′W
Monkey Court
Donnerstag, 17.12.2009
vor 5 Minuten noch eine Pütz Wasser über den Balg gekippt und schon wieder nass geschwitzt, wir schreiben den 2. Tag in Folge ohne Wolken und die Abrechnung kommt immer zwischen 14:00 und 16:00 Uhr. Ein großes Gelächter seitens des Teams als ich heute die Bemerkung machte das in einer Woche Heiligabend ist. Wir wünschen uns einen Eisladen am Fluß, "Zitrone und Blaubeeren bitte" … aber hier ist nichts von der Zivilisation zu spüren und unser einzigster Link zur Außenwelt ist die "Seelotsen Funkrunde" morgens um 10:00 UTC mit Christoph in Kiel über Kurzwelle.
Gestern umfuhren wir kurz hinter der Mc Carthy’s Insel die ersten River Rocks, sie zogen sich fast über den kompletten Fluß, nur am Südufer befand sich eine enge Passage in der auch ein mächtiger Strom stand aber wir kamen ohne Probleme hindurch.
Heute schafften wir nur lächerliche 7 Meilen danach wurde die Hitze einfach unerträglich und wir ankern seit heute Nachmittag vor dem Monkey Court. Ein kleiner Fussmarsch durch die Savanna ist geplant aber damit warten wir lieber bis kurz vor Sonnenuntergang denn wer steigt schon freiwillig in einen Backofen. Oups, gerade wo ich diese Zeilen schreibe grunzt es wieder auf dem Fluß, ganz klar … Hippo Alarm !
Mit den Videokameras um den Hals springen wir sofort in die Dinghys und tuckern auf die großen Kamaraden zu, wieder erschallt dieses mächtige Röhren welches eigentlich nur Fluchtgedanken erweckt, aber wir hätten gerne ein paar Nahaufnahmen. Oups… gar nicht gut, wir erkennen ein Hippobaby, das heisst die Eltern reagieren extrem gereizt auf Annäherungsversuche. Wieder gehen sie auf Tauchstation, ich fahre einen kleinen Bogen und stelle den Außenborder ab, 30 Meter vor uns tauchen alle drei Hippos gemeinsam wieder auf. Schnell den Zoom einstellen und "push" auf Aufnahme … shit, das Bild wackelt von links nach rechts und keine Chance es zu stabilisieren denn Martin trommelt auf meiner Schulter und bittet den Außenborder zu starten. Danach machten wir einen Crew-Wechsel und mit Jerome im Dinghy änderten wir die Taktik:
1. Kurs der Hippos analysieren
2. seitlich umfahren
3. vor den Hippos gehen und Motor abstellen
4. von den Hippos einholen lassen
Es gelangen noch einige gute Aufnahmen bis kurz vor Sonnenuntergang.
Am nächsten Morgen, kurz vor Sonnenaufgang bezwangen wir die Red Hills vom Monkey Court, wir wurden mit einem herrlichen Ausblick auf Fluß und Busch belohnt.
Anker auf und weiter geht’s den River hoch, unser vorläufiges Ziel lautet Basse aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg, 6 River Rocks Passagen liegen dazwischen, wir halten Euch auf dem Laufenden …
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At 19.12.2009 09:31 (utc) S.Y. Sunjet position was 13°27.66′N 014°30.59′W
