Archiv für Februar 2009

Hallo Leute,

endlich ist es geschafft, die Sunjet-Crew ist jetzt auch auf der Kurzwelle erreichbar, mein Callsign lautet:

C56DL-MM

Hauptsaechlich werden wir aber auf der 14313 (20 Meter) bei Intermar zu finden sein, um 10:00 UTC morgens mit Christoph (DH2LC) und nachmittags ab 16:30 UTC.

Momentan liegen wir noch vor Anker in Banjul (GAMBIA) aber heute nachmittag geht die Reise schon wieder weiter: fuer eine Woche den Fluss aufwaerts bis zur Insel Baboon, dort hoffen wir im Nationalpark auf Flusspferde zu treffen, Krokodile gibt es dort angeblich in solch grosser Zahl das man auf das baden im Fluss verzichten sollte … ich bin sehr gespannt, Videos und Bilder kommen nach der Fahrt hier sofort auf die Webseite.

Sorry fuer das sehr kurze Update heute aber leider ist es immer noch sehr schwierig ueberhaupt eine Internetverbindung zu finden.

Bis danne, viele Gruesse aus dem wunderschoenen Gambia …
Volker !

Dakar_Moschee01 Einfach unglaublich aber wir liegen schon wieder 3 Wochen vor Anker, keine Ahnung wo die Zeit geblieben ist, jedoch waren die Tage alles andere als langweilig. Um die vielen gesammelten Eindrücke zu verarbeiten, bedarf es wohl erst mal wieder ein paar Tage auf See. Sicher ist, das die Senegalesen die freundlichsten Menschen von allen Ländern sind, die ich in den letzten 30 Jahren besuchen durfte, und die Liste ist nicht von schlechten Eltern.

Der Start im neuen Gastland war schon einmal super …

Dakar_Presidentenpalast02 Nachdem der Anker fiel, dauerte es keine 10 Minuten und Moussa kam mit dem Shuttle Boot vom Yachtclub angetuckert “Hallo, wie geht’s und wo kommen Sie her ?” Alles okay an Bord, von Las Palmas! “ganz alleine?” Mein Schiff, unser Autopilot und meinerseits – “Ca va, herzlich willkommen in Dakar, ich sage meinem Chef bescheid und die Einklarierung machen wir am Montag, salut!” … absolute Sahne, konnte nicht besser laufen denn die letzten 3 Tage waren doch sehr anstrengend gewesen und Behördengänge, egal im welchen Land haben eins gemeinsam – so boooring. Somit schnell das Deck aufklaren, Moskitonetz aufbauen und ab in die seit einer Woche nicht mehr gesehene Koje.

Hann-Strand04 Es ist immer wieder ein cooles prickelndes Gefühl neues Land zu betreten, vor allem wenn sich die Natur so stark nach einer Reise verändert hat, Dokumentarfilme im Fernsehen können das nicht vermitteln aber ich laufe gerade über diesen schneeweisen Strand und schaue auf die großen Palmen die mich an Bounty Schokoriegel erinnern, vor mir der Yachtclub “Cercle de Voile de Dakar”. Im Büro bekomme ich erst mal alle nötigen Infos und Papiere, wohin ich überall muss und was für Dokumente gebraucht werden –  seufz, Schengen liegt weit im Norden!

mass01taxi Allah meinte es wieder einmal gut mit mir und schickte mich zum coolsten Taxifahrer von Hann-Plage, sein Name ist “Mass”, wir unternahmen in den folgenden 3 Wochen noch viele Fahrten und wurden richtige Kumpels. Jedenfalls übernahm Mass das Ruder und besorgte die nötigen Fotokopien, er kannte den kompletten Ablauf von Polizei und Zoll und nur 2 Stunden später saßen wir entspannt bei Mama Nabou am Mittagstisch – Visa für 3 Monate in der Tasche und die Sunjet beim Zoll vorläufig einklariert. Ein Wisch fehlt noch aber dafür haben wir 15 Tage Zeit. Das Hühnchen Couscous schmeckte ausgezeichnet, dazu noch einen leckeren Tee – macht zusammen 1,80 Euros.

Hann_Sunjet_Beach04 Die folgenden Tage waren erst mal für Schadensbehebung reserviert, als erstes die Wasserpumpe vom Backbordtank, aus einer Kugelschreiberhülle und 2K Epoxid wurde ein neuer Flansch gebastelt – perfekt! Der Raymarine Autopilot wurde demontiert – der Keilriemen war gerissen und hatte sich um die Kupplungsraeder gewickelt – für den Navico gab’s einen neuen Antriebsockel, alles vom feinsten laminiert und die Halterung von der verlorenen Rettungsinsel fiel dem Trennschleifer zum Opfer. Danach blies der Harmattan für knapp eine Woche, Wind bis 6 Beaufort aus Nord-Ost mit rotem Wüstensand vermischt, der Wahnsinn – alle Wanten, Schoten, Antennen etc.. rotbraun eingedeckt mit Sand – tägliches Deckswaschen war angesagt. Zum guten Schluss ging es so wie wir es lieben… mit der Sunjet auf den Strand, Spachtel raus und rann an das Unterwasserschiff!

Hann_Ankerplatz_Skipper Seit gestern (04.02) sind wir auch noch stolze Besitzer einer Sondergenehmigung vom Zoll und dürfen nun für 6 Monate im Senegal bleiben. Somit heißt es am Samstag “Anker auf” und ab in den Busch! Zuerst ist die Lagune von Somone geplant um Monsieur Lorne in seinem Camp zu besuchen. Dort dann rann an die Amateurfunkprüfung (sei gegrüßt Christoph – Deine ruhigen Tage sind gezählt :-) – anschließend schauen wir mal, wo und wie wir zeitlich stehen – Fortaleza/Brasilien habe ich aus der Routenplanung genommen weil es sonst eine Hetzfahrt werden würde – nix da, immer easy going – as always. Sehr schwierig wird es in Zukunft die Page upzudaten da wir jetzt in die Gegenden kommen wo Internetanschluesse sehr rar sind, aber es wird sich vom Content her sicherlich lohnen und wo ein Wille ist – ist auch ein Gebüsch im Busch :-)

Neue Bilder und einen kurzen Film von der letzten Überfahrt findet Ihr in der Mediathek – bis danne, alles Gute – Volker!

Routenplan
  • nach Puerto Rico:
    in 1 Monat, 4 Tagen
  • nach Gibraltar:
    in 1 Monat, 22 Tagen
Galerie
Saly 027-800.jpg dscn1806-800.jpg dscn1725-800.jpg dscn1768-800.jpg Gambia 021-800.jpg 20080403173145(2)-800.jpg Gomera_Tf 141-800.jpg Dakar_Presidentenpalast01.jpg 20080401164939(1)-800.jpg