Archiv für November 2009
Auf zum Endspurt
viel Zeit zum schlafen gab es letzte Nacht nicht, gegen Mitternacht nahm der Wind zu und das Wellensurfen geriet langsam ausser Kontrolle, also das Gross runter ins 2. Reff.
Eine Stunde spaeter ins Dritte und letzte Reff um es 20 Minuten spaeter komplett einzupacken.
Jetzt zog uns nur noch die halb eingerollte Genua, der Wind blies mit 35 Knoten aus Nord-Ost.
Am fruehen morgen ging der Wind wieder auf 25 Knoten runter und die Genua zog mit voller Groesse.
Seit 16:00 UTC nimmt der Wind wieder an Staerke zu, jetzt um 18:00 hat er wieder seine lausigen 35 Knoten, sieht fast so aus als bekommen wir auf unseren letzten 70 Seemeilen noch eins auf die Muetze – Genua ist bis auf 5 qm3 eingerollt und wir machen 7 Knoten. Also rein in den Friesennerz und ab ins Cockpit um die Sache im Auge zu behalten. Denke wir machen unseren Approach noch im dunkeln aber es gibt nichts mehr zu reffen also volle Pulle rein in den Kanal
Etmal heute schlappe 165 sm. Adelante, Graciossa wir kommen yoohooo !
Hurra Hurra, der Nord-Ost Passat ist da !
letzte Nacht gegen 23:00 UTC zog noch eine kleine Regenfront durch, danach drehte der Wind langsam aber sicher von West nach Nord und im laufe des heutigen Tage endlich auf Nord-Ost. Wir sind wieder auf der Autobahn, nicht als Geisterfahrer wie mit Rudi im April von den Kapverden zu den Azoren sondern gemuetlich mit Wind,Strom und Welle – coolio
162 Seemeilen lautet unser heutiges Etmal, das ist gar nicht mal so schlecht denn ueber 5 Stunden mussten wir uns letzte Nacht wieder mit ca. 5 Knoten begnuegen, dabei ueberholten wir einen Monohull, die Armen kamen ueberhaupt nicht von der Stelle.
Herrlich war das heutige Sonnenbad am Nachmittag, es ist doch erstaunlich wie sehr die Sonne nach nur 2 Segeltagen gen Sued an Power gewinnt, ja richtig heiss war die Dame – genial !
Zur Kombuese: fuer die kommenden 3 Tage wird es an Bord Lammkeule geben, ich war mal wieder etwas zu gierig im Supermarkt und musste unbedingt den groessten Knochen aus der Truhe fischen, macht nix – Lamm ist lecker
Super Session beim Seelotsen heute morgen, Dank vor allem an Michi von der S.Y. Linocat – die Sturmwarnung habe ich aufgenommen. Leider waren die Kollegen von Intermar heute Nachmittag nicht zu hoeren, das lag wohl an den schlechten Ausbreitungsbedingungen denn gestern kam Rolf mit S9+20 rein.
Juti, time to get ready for the night-watch — damit sind die Computer gemeint, werde gemuetlich ein Buch lesen … yoohoooo !
Stand 17:40 UTC : Position 32.43 N, 11.17 W – Kurs 205 – Speed 7-8 Knoten – Wind aus Nord-Ost 18 Knoten – Wellenhoehe 3 Meter – 5/8 Bewoelkung – Temp. 20 Grad.
Kurs 212 liegt an
seit 24 Stunden rauscht und gurgelt das tiefblaue Atlantikwasser wieder unter unseren Kielen. Beim Auslaufen aus der Barra von Faro gab’s etwas Rock’n Roll denn die Wellen waren durch die Springtiede sehr steil aber das ganze beruhigte sich nach 6 Stunden als wir die 1000 Meter Tiefenlinie ueberschritten, seit dem ist alles easy going.
Das heutige Etmal liegt bei 150 Seemeilen, es haette etwas besser ausfallen koennen aber leider hatten wir den ganzen Nachmittag einen schwachen Wind mit 5-8 Knoten aus West. Momentan machen wir um die 7 Knoten Fahrt bei 15 Knoten Wind, wie gehabt aus West – Distanz bis zur Isla Graciosa noch 391 sm.
Auch die Funkverbindungen mit Christoph (Seelotse) um 10:00 UTC und Rolf (Intermar) um 16:30 UTC funktionierten einwandfrei, somit widmen wir uns jetzt voll und ganz dem heutigen Sundowner … Vinho Tinto de “Terras d’el Rei”
