Archiv für März 2010
in Clifton Harbour (Union Island)
soderle, nun sind wir wieder in der Zivilisation angelangt, 10 Tage in der Pampa – da haben sich die Müllsacke mächtig gestapelt – somit hieß es auf zur “Entsorgung” nach Clifton Harbour.
Und was für eine Überraschung … endlich, nach langer langer Zeit mal wieder eine richtige Internet Verbindung, sprich 250 kb/s downstream und auch zum uppen geeignet, Pete - wir können skypen !
Herzlichen Dank an den Anchorage Yacht Club von Clifton Harbour der uns diese Leitung kostenlos zur Verfügung stellt. Für die Sunjet’er bedeutet das ran an die Arbeit, das Logbuch muß noch surfer-freundlicher werden, vor allem das handling von den Bildern nervte schon eine ganze Weile.
Nach fast 18 Stunden am PC sieht es etwas besser aus, no more “switch back” wenn ihr auf die Bilder klickt and we are ready for Apple “iTouch & iPad” visitors – welcome ! Eine neue Karibik Galerie mit 122 Bilder wurden hochgeladen, weitere folgen in den nächsten Tagen.
Ein Tipp, schaltet die Karibik Galerie auf “Diashow”, dann den mouse cursor über das Bild legen und klickt rechts in der Navibar auf das “X” Symbol um den “Full Screen” zu aktivieren … jetzt noch ein Glas guten Rotwein und die Welt sieht wieder ganz anders aus… Wolfgang, damit schaffst Du hoffentlich auch noch den Monat April, danach wird alles gut
Okies, morgen sollte noch die neue Gambia Galerie fertig werden, danach geht es mit der Kamera wieder an Land um ein paar gute Pics von Clifton Harbour einzufangen.
C5CAT QRT … 73 & over & out …… (rauschen)
UPDATE: die Gambia Galerie ist geuppt und um die ganze Sache noch zu vereinfachen, startet die Diashow jetzt automatisch nach 5 Sekunden sobald man auf ein Bild klickt. Für Fullscreen <on/off> die Taste “F11” drücken.
genug gebastelt, ab ins Wasser !
Tobago Keys
Flashback April 2007 Passathafen Travemünde …
Seit nun 2 Wochen wird kräftig an der "Sunshine" (24 Fuss Jakon Kruiser) geschliffen und gepinselt, nächsten Monat ist zu Wasser lassen angesagt und es gibt noch einiges zu tun. Das Handy klingelt, Frank und Pooh melden sich zu Besuch an. Eine halbe Stunde später sitzen wir gemütlich in der Kajüte und Franky blättert durch die neue Yacht … "man Dicker, guck Dir das mal an – wie das schon klingt … TOBAGO KEYS!" und hält mir den Artikel unter meine große Nase … uuuiiii, die Bilder erinnern an Bora Bora oder anderen Südseeinseln, schillerndes blaues Wasser mit weißen Stränden und Palmen. Spät Abends im dicken Schlafsack eingepackt in der Hundekoje liegend lese ich den Artikel noch mehrere male, "yep Alten, das klingt echt verdammt gut – Tobago Keys". Licht aus, Heizung kleiner stellen und träum was schönes ….
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Donnerstag, 25.März 2010
Auf den Katamaranen "TAO" und "SUNJET" werden die Maschinen gestartet und Anker gelichtet, 6 schöne Tage verbrachten wir in der Saline Bay auf der Insel Mayreau aber jetzt wollen wir endlich rein in die Keys. Wir entscheiden uns schnell für die Nordpassage da die Navigation zwischen den Riffen in dieser doch wesentlich einfacher ist als der südliche Eingang. Auf unnötiges Risiko verzichten wir als Ortsunkundige sehr gerne denn in solchen Gebieten kann die Reise schnell zu Ende sein.
Die Tobago Keys sind 4 unbewohnte Inseln (Petit Bateau, Petit Rameau, Jamesby und Baradal) die durch ein 4 Kilometer langes hufeisenförmiges Riff geschützt werden. 500 Meter vor dem Horseshoe Reef liegt die Insel Petit Tabac, weitere 2 Kilometer gen Ost ist Ende der Welt aka World’s End Reef.
Eine halbe Stunde benötigen wir für die 3 1/2 Seemeilen und fahren zwischen den Inseln Petit Bateau und Petit Rameau hindurch, anschliessend südlich an Baradal vorbei, zwischen den Monos durch und bis auf 1,2 Meter Wassertiefe an das Innenriff vom Horseshoe ran. Der Bügelanker mit 10 Meter Kette packt sofort, jetzt aber schnell die Maschinen aus denn die neue Umgebung ist atemberaubend schön und muß schnellstens in vollen Zügen genossen bzw. mit einem guten Rouge begossen werden.
Solch ein hellblaues glasklares Wasser haben wir noch nicht gesehen, einfach irre – dazu die weißen Strände und die Palmen von der Insel Petit Tabac, was für ein geiler Anblick. Der Mondschein läßt auch Nachts das Wasser leuchten und wir sitzen noch stundenlang im Cockpit und staunen über Mutter Natur.
Freitag, 26.März 2010
Eine Email von Michael (Linocat) trudelt per Kurzwelle ein: "DU MUSST unbedingt vor dem Außenriff schnorcheln", ++ roger ++ roger ++ wird gemacht. Die Seelotsen Funkrunde mit Christoph in Kiel klappt mal wieder ausgezeichnet, klaro – nur mit dem Riff vor dem Bug haben wir keine Abdeckung, somit Conditions wie auf hoher See. Nach dem Frühstück die erste Schnorcheltour, erstmal das Sunjet Unterwasserschiff inspizieren – alles okay, auch der Bügelanker hat sich bestens eingegraben. Mit dem Dinghy umrunden wir die Baradal Insel, hier landen die Wasserschildkröten mit denen wir später noch gemeinsam schwimmen wollen. Die Sonne erreicht ihren heutigen Zenit und die Keys strahlen wieder in diesem fantastischen hellblau, dieses scheint sich auch auf die Gemüter der Seglergemeinde abzufärben – alle sind super gut drauf, man grüßt und schnattert als ob man sich schon jahrelang kennen würde. Selbst die Möwen dürfen auf dem Bug der Sunjet landen und rasten – total peace
Mit aufgefüllten Tank tuckern wir wieder per Dinghy zum Außenriff, dort haben die Park Rangers extra Moorings für Schlauchboote verlegt damit wir mit unseren Ankern das Riff nicht beschädigen, super! Durch die 20 Knoten Ostwind steht eine recht kabbelige Welle, egal – rein in den Bach …
Scotty, beam us over – und yep, schlagartig befinden wir uns in einem Film a la Jacques Cousteau, aber "live & real" ! Mehrere Fischschwärme durchkämmen das Riff, ein Kamarad bunter als der Andere, erkenne einen "Trunk Fish", da vor 3 Tagen erst einen verspeist *grins … Michael erzählte beim letzten Meeting in Mayreau von Sandhaien, sollen harmlos sein und sich hier am Außenriff befinden – wolln wa mal hoffen das die auch heute gut drauf sind. Mal kurz einen Positionscheck und oups, die Strömung hat es in sich – muß mit den Flossen ganz schön Schaum schlagen um wieder an’s Dinghy ran zukommen. Auf zur nächsten Runde … die Natur ist der wahre Herrscher dieser Welt, kein Künstler hätte je die Phantasie solch eine Variation und Kombination von Formen und Farben zu erstellen wie diese Korallen hier vorzeigen, und das beste – die Materie lebt und verändert sich …hm, bin wohl auch jetzt vom Tauchvirus befallen – aber gerne doch
habe keine Power mehr, die Strömung ist echt heftig und die Beine werden schwerer somit Rückzug, vielleicht klappt es ja morgen mit dem Shark-Meeting. Auf der Rückfahrt treffe ich noch eine Gruppe Engländer und erzähle ihnen von den Beobachtungen – große Begeisterung bei allen. Wieder einmal bedaure ich keine wasserdichte Kamera aus Europa mitgebracht zu haben denn es wären echt coole Aufnahmen geworden, anderseits kann ein Bildschirm die Realität sowieso nicht wiedergeben – bref, what a day in the Tobago Keys !!!
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Einen herzlichen Glückwunsch an Wolfgang für sein neues Rufzeichen "Delta-Milena-2-Wolfgang-Moritz"
!!
Großen Applaus für Rudi "DH3PP", toll das die Nieje Leev wieder mit stehenden u. laufenden Gut ausgerüstet ist.
Sowie beste Grüße an Kurt u. Karin von der S.Y. Aleppo, schön Euch endlich in St. Anne kennen gelernt zu haben, Kurt – Dein Rumpunsch ist ein GedichtYooohoooo !
Vive la Martinique …
“Au revoir” Fort de France mit Kurs auf Saint Anne im Süden von Martinique, dort wollen wir uns mit Oliver von der “TAO” treffen.
Irgend etwas stimmt aber nicht, parallel an Backbord segelt ein alter Proud Catamaran und hält fast unsere Geschwindigkeit, trotz unserer Mini-Fock hätten wir ihn schon lange unser Heck zeigen müssen – Blick auf Log zeigt 5 1/2 Knoten, so stark kann die Strömung doch gar nicht sein …
Am Cap Salomon ist es vorbei mit segeln denn wir bekommen den Wind genau auf die Nase, also beide Stinker starten und gegen an stampfen – normalerweise sollten wir jetzt um die 6 1/2 bis 7 Knoten machen, nope – mehr als 5 ist nicht …
Trotzdem wird es eine schöne Fahrt, gehen zwischen Insel und Roché du Diamant durch und erreichen unser Ziel am frühen Nachmittag.
Ein herrlicher Fleck, weißer Strand mit Palmen, schillernd blaues Wasser und im Hintergrund das Örtchen Saint Anne. Erst mal den großen Zeh ins Wasser halten, okies – wärmer kann das Wasser wirklich nicht werden, geschätzte 27 Grad und rein in den Bach …
Uuuii, das sieht ja grausam aus, das komplette Unterwasserschiff bis runter zur Kielsohle ist belegt mit Millionen von Seepocken ! Kein bisschen blau vom 4 Monate alten Antifouling schimmert mehr durch – alles nur noch grau(sam). Noch lassen sich die Biester gut abschrubben, also keine Zeit verlieren und an die Arbeit …verdammter Kourou-Fluss, kann mich noch genau an die Szene beim Anker-auf Manöver erinnern, die ganze Kette war voll von Seepocken. 25 Tauchstunden verteilt auf eine Woche, 3 paar Lederhandschuhe, sowie reichlich Stahlwolle waren nötig um uns von der Pest zu befreien.
Zwischenzeitlich feierten wir gebührend Olivers Atlantik-Überquerung, auf dem Menü standen 2 leckeren Magret de Canard und reichlich “Rouge de Bordeaux”. Am folgenden morgen verholten wir mit leichtem Kater in die 3 Meilen entfernte Bucht von Le Marin.
Le Marin ist voll auf Segler eingestellt, Supermärkte mit Dinghy-Anleger – alle schweren Kartons relax mit dem Einkaufswagen bis zum Schlauchboot rollen … da macht Shopping wieder spaß ! Die Anzahl der gebunkerten Bierpaletten sollten locker bis zur Rückfahrt nach Europa reichen
Klasse sind auch die Schiffsausrüster, vernünftige Preise und alles auf Stock was das Seglerherz begehrt.
Somit werden wir hier noch ein paar Tage chillen und an den Schiffen basteln um danach bestens (aus)gerüstet die Grenadiens zu besuchen. Vor allem freuen wir uns auf die Tobago Kays, mit Wasserschildkröten schwimmen – das hört sich doch gut an
