Archiv für April 2010
4 Länder in einer Woche !
Donnerstag Fort de France (Frankreich)
Freitags Rodney Bay (St.Lucia)
Montag Port Elizabeth (St. Vincent & The Grenadiens)
Mittwoch Hillsborough (Grenada)
Soweit unsere Woche im Schnelldurchlauf, dazwischen besuchten wir aber noch die Tobago Cays und Clifton auf Union Island. Aber erst einmal zurück nach Fort de France, beim Shopping im Einkaufszentrum “Carrefour” sah ich sie, es hat sofort gefunkt und wir haben auch ohne zu überlegen sofort zugeschlagen … Bing machts an der Kasse – ächz für die Bordkasse aber ”SCH..E G A L” , im Sack eine Unterwasserkamera – yiiipeeeh = TOBAGO KEYS, wir kommen nochmal !
Der erste Stopp auf unseren Kurs gen Süd hieß Rodney Bay auf St. Lucia. Hier tanzt der Party-Bär, ein Beachclub neben den anderen und gute Mucke schallt über die Bucht. Kurze Zeit später lernte ich Andy kennen, er musterte fachmännisch die Sunjet und ließ danach die Katze aus dem Sack, auch er hat eine Bénéteau Blue 2 und fährt Chartertouren für Taucher & Wassersportsfreunde. Andy spielte auch bei allen 3 Filmen von “Pirates of the carribean” mit und hat ein paar coole Bilder auf seiner Webseite.
Vor ein paar Wochen segelte auch noch ein anderer Deutscher mit einer Blue 2 in der Karibik, leider geriet er auf ein Riff bei Union Island und verlor in Minuten sein Schiff.
Heiligabend ist gekommen, wir treffen uns mit Santa TO “Claus” in der Marina, tja und was hat er in seinem großen Sack ??? die neue Genua für die Sunjet – Yoohooo
Die Jungs müssen echt gedacht haben das wir einen an der Klatsche haben *lach aber die Freude war nicht gespielt – seit Kourou (Südamerika) mit einer 7 qm3 Sturmfock als Vorsegel unterwegs und nun ist sie da … Hammer ! Na das Pitong perlte vom feinsten und es wurde mal wieder etwas später als gedacht …
Mit den ersten Sonnenstrahlen waren wir an Deck und schlugen die neue Genua an, wieder die totale Extase – alles passt wie angegossen, die Blumen gehen alle nach München zum Wolfgang. Zwei Wochen marterte er mich mit Fragebögen a la Y-Mass, Z-Mass, glaub fast das ganze Abc aber “what a job” das war Perfektion – Wolfgang, nochmals tausend Dank !!!!
Nun aber Anker auf und Monos jagen !
Der Wind spielt nicht so richtig mit und wir dümpeln mal wieder mehr als das wir segeln, egal – viel Zeit ein neues Menü zu kochen
“Chicken Gambia” yep, Hühnchenbrust in kleine Würfel schneiden und goldbraun mit 2 Zwiebeln anbraten, anschließend mit 1 Glas Bier ablöschen. 2 gehäufte Esslöffel Erdnussbutter und reichlich Knoblauch hinzufügen, nun mit Sojasoße und Pfeffer abschmecken – serviert mit einer Mangosonne in einem Pasta-Nest voila, Bon Appetit !
Morgens um 04 Uhr fiel der Anker in Port Elizabeth, 3 Stunden später kam Bobb mit frischen Mangos vorbei, um 09 Uhr durften wir die “Q” Flagge bergen und pünktlich um 10:00 ging das Daffodil Bunkerschiff längsseits. Mit 200 Liter Diesel und 300 Liter Wasser setzten wir unsere Reise fort, auf zu den Keys.
Wind aus Ost mit 20 Knoten, Freunde – jetzt wollen wir es doch mal so richtig laufen lassen … hinter uns ein 40 Fuß Fontaine-Pajot Kat noch unter Maschine, das letzte Reff aus dem Groß geschüttelt und roll aus die Genua … woooow, we have a Lift off, sofort wieder dieses herrliche vibrieren – die Sunjet läuft über ihre Rumpfgeschwindigkeit, es gurgelt und rauscht am Heck und der GPS meldet 10,4 Knoten über Grund, we are back in business
Der Fontaine-Pajot verschwindet in kürzester Zeit im Dunst achteraus, leider handelte es sich um eine Chartercrew und das große Race blieb aus. 7 Meilen später ein Mono verspeist, der kniff sofort Höhe und änderte seinen Kurs damit wir ihnen nicht verbal einen schönen guten Morgen wünschen *grins. Kurz vor Canouan dann noch ein Mono, zählt aber nicht, ein ganz Relaxter da nur mit Genua unterwegs. Keine 4 Stunden dauerte die Fahrt und wir spielten mit den Wasserschildkröten in den Key’s. Der frische Wind hatte aber auch den Nachteil, das wir nicht vor dem Außenriff schnorcheln konnten, die Welle war einfach zu hoch und das Treffen mit den Sharks wurde auf unbekannte Zeit verschoben.
Hier geht’s zur neuen “Tobago Key’s Unterwasserwelt” Bildergalerie
Let’s go bananas :-)
Seit 4 Tagen genießen wir mal wieder die sagenhafte Infrastruktur Europas, große Einkaufszentren, volle Käseregale, frische Milch, Yoghurt … einfach alles da ! Habe mal gerade den Kassenzettel zur Hand, also 120 Liter H-Milch, 48 Liter O-Saft, 24 Liter Apfelsaft, 24 Liter Traubensaft, 8 Paletten Königsbacher Pils *freu, 24 Flaschen Rouge “Carte Noir” & “Bordeaux” *freu *freu, na den anderen Kram sparen wir uns mal aber die gute Sunjet liegt ganz schön tief im Wasser und Gäste können wir momentan nicht aufnehmen da die Kabinen gerammelt voll mit Kartons sind.
Warum so viele Drinks ? Ganz einfach, weil wir letztes Jahr auf dem oberen Teil des Gambia Rivers keine Getränke mehr an Bord hatten, 6 Tage von morgens bis in die Nacht nur Tee geschlabbert *graus…. jetzt ruft der nächste große Fluss nach uns …
Eigentlich wollte ich einen Katamaran nach Europa überführen aber es gibt Probleme mit Ersatzteilen für die Maschinen und das Teil wird diese Saison nicht mehr seeklar. Hier in der Karibik beginnt in ein paar Wochen die Hurrikansaison und einige Experten sagen schlimmes voraus. Portugal wäre eine Option da viele gute Freunde in Olhao *winke winke an Rudi, Wolfgang und Björn aber nach 2 Monaten in zivilisierten Gewässern brauchen wir wieder etwas Abenteuer. Fazit, unsere nächste Reise führt zum Amazonas
Morgen früh geht es erst einmal in die Rodney Bay von St. Lucia, vielleicht ist die neue Genua ja schon angekommen, danach nach Grenada um ein paar Filter und Impeller für unsere Yanmar Motoren zu besorgen und anschließend Kurs Süd-Ost nach Belem. Mal schaun ob wir eine Live-Sendung mit Christoph am Äquator zustande bringen
C5CAT mm QRT – 73 in die Runde !
die Schölcher Bibliothek in Fort de France
Port Elizabeth (Bequia)
Clifton Harbour wird in guter Erinnerung bleiben, hier lernte ich Lisa & Charly von der S.Y. Bomika kennen und unsere guten Lino’s kamen für 2 Tage von den Keys rüber. Gemeinsam verbrachten wir einen schönen Abend bei Herrn Goldberg (Whoopies brother!) auf “Happy Island”. Geplant waren ein oder zwei Sundowner aber in so guter Gesellschaft wurde es natürlich “etwas” mehr *hüstel … Nochmals herzlichen Dank an die Crews der Linocat & Bomika !
Am folgenden Tag verholten die Bomies nach Petite Martinique und die Linos segelten zur Chatham Bay. Und was machen wir ? Tja, segeln auf jeden Fall, wohin – das entscheiden wir draußen auf’m Wasser.
die Linos auf dem Weg zur Chatham Bay …
und die Bomies mit Kurs auf Petite Martinique.
Gesagt getan und trotz Nord-Ost mit 2 Beaufort können wir easy auf Mayreau anlegen, dann wird’s ein bisschen knapp für die Salt Whistle Bay also ein Schluck Rum und durch zwischen Catholic Island und Ellen Rock. Nun wohin … 4 Seemeilen motoren um in die Key’s zu gelangen, nein nicht gut – Chris erzählte von einer Metzgerei (sehr selten in diesen Breiten) die sich in Port Elizabeth befinden soll, will endlich mal wieder ein großes Steak auf meinem Teller sehen und außerdem kosten die Zigaretten dort nur die Hälfte – sehr gut !
Auf der Westseite von Canouan dreht der Wind auf Nord-Ost zu Ost und wir haben jetzt einen Direktanlieger und rauschen mit sagenhaften 3-4 Knoten durch die karibische See – ideales Wetter um ein Level von Command & Conquer “Tiberian Sun” zu spielen *freu *freu
Nach 235 zerstörten gegnerischen Einheiten (ohne zu cheaten – Hand auf’s Herz) und einem 6 Pack Fritz Bräu weniger im Bestand (gehört zur guten Seemannschaft!) erreichen wir die Bucht von Port Elizabeth. Von weiten dröhnt eine PA mit 160 BPM’s, dann noch eine und die Beach voll mit Leuten. Wooow, die Kamaraden wissen wie man vernünftig Ostern feiert. Sogar in der Lower Bay ist der Teufel los, versteh sowieso nicht, warum diesmal so viele Yachten hier ankern .. egal, dicht an die Beach und über die Kante mit dem Eisen. Wlan gut – alles gut.
das ist keine Schleichwerbung für Adidas, sondern der © SWS (Sunjet Wlan-Schuh)
Es ist 08 Uhr morgens und eine ungewohnte Lärmkulisse scheucht mich aus der Koje … Frechheit so was… oups, die Sunjet ist umzingelt von Fischerbooten unter Segeln, eigentlich sind die Dinger doch schon längst ausgestorben! Beim zweiten Kaffee gibt Google die Antwort: “Bequia Easter Regatta 2010”, und wir sind mal wieder mitten drin – der Hammer !!!
Hier gehts zur Bildergalerie “Bequia Easter Regatta 2010”
Herzlichen Glückwunsch an unseren Seelotsen zum einjährigen Jubiläum, was wären die langen Seetage ohne Dich Christoph – mach weiter so, zum 10 Jährigen gibts ‘ne Kiste voll Ron Silver !!!
