Murphey’s Law Part II
Ein ereignissvoller Tag liegt hinter uns …
um 02:30 zog eine Regenfront durch, der Bergeschlauch des Blisters konnte nur noch per Winsch herunter gezogen werden, na die Prozedur hatten wir ja schon auf der Fahrt nach Dakar – Erfahrung macht den Meister, diesmal war er in 5 Minuten geborgen. Andauernd wechselte der Wind von Sued-West auf Nord-West, jedesmal mit einer verbundenen Halse, herrlich war das erfrischende Regenwasser, welches vom Grosssegel mir in den Nacken floss, kam ich doch gerade aus dem schoenen warmen Schlafsack rausgekrochen – segeln macht spass
10:20 ein ca 8-10 Meter grosser Wal taucht neben der Sunjet auf und verfolgte uns neugierig fuer 15 Minuten – das Highlight dieser Reise, fantastisch !!!
12:00 starker Spannungsabfall im Bordnetz, nach abschalten verschiedener Stromkreise stellt sich herraus das eine von unseren sechs Versorgungsbatterien einen Kurzschluss hat. Dabei kommt auch zum Vorschein das nur noch 2 von 4 Solarzellen arbeiten – Schaden in 10 Minuten mit neuer Verkabelung behoben und die kaputte Batterie gekappt.
15:00 peile den Oelstand des Steuerbord Diesel, sieht gar nicht gut aus, silbergrau – somit Wasser im Oel, pumpe Oel ab und fuelle meinen letzten Liter Reserveoel ein, immer noch silbergrau – okay, haette vielleicht den Filter mit wechseln sollen aber wir haben nur noch einen in Reserve, somit treffe ich mich mit unserer Truppe morgen auf 37:25 West, dort schmeisst mir ein Kumpel ein paar Liter Oel an Deck, schaun wa mal aber ich denke die Maschine ist okay. Der Ursache gehen wir dann in Olhao auf’m Grund.
Ansonsten alles okay, ein bisschen mehr Wind koennten wir schon vertragen aber die Sonne schien fast wieder den ganzen Tag, somit keinen Grund sich ueber das Wetter zu beschweren. Bis zum Cabo Sao Vicente sind es noch 190 Meilen, bis Olhao 250, Mittwoch Nacht back home in paradise, superrrr
Winke, winke – Volker !
Position der S.Y. Sunjet am 08.06.2009 um 20:49 (utc) 37°8’35” N 13°5’32” W